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Das 180. Annaburger Heimatfest und 500 Jahre Reformation werden in diesem Jahr zeitgleich gefeiert. Da das eine mathematische Tatsache ist, liegt es nahe, an den großen Mathematiker Michael Stifel zu denken, der hier in Lochau auch ein großes Ereignis vorhergesagt hatte. Am 19.Oktober 1533 um 8.00 Uhr, so hatte er mittels einer komplizierten Wortrechnung aus der Bibel errechnet, sollte die Welt untergehen. Von nah und fern strömten damals die Menschen nach Lochau, um in ausgelassener Runde ihre letzten Stunden gemeinsam mit dem Propheten zu verbringen.

Darauf hoffen die Stifel-Enthusiasten auch, nicht auf den Weltuntergang, sondern auf eine ausgelassene Stimmung am 15.Juni 2017. An diesem Tag eröffnet ab 16.00 Uhr ein historisches Markttreiben im Vorderschlosshof das Stifelfestival, welches mit der Premiere des Theaterstücks DER WALK OF FAME DES MICHAEL STIFEL um 19.00 Uhr seinen Höhepunkt findet. 

In diesem Theaterstück, von Markus Schuliers (Wittenberger Regisseur) geschrieben und von ihm und Frau Cosima Schmidt (vom Gymnasium Jessen) inszeniert, haben einige Schüler die Aufgabe, sich mit dem Begriff der Apokalypse zu befassen. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kommt ihnen die Idee, einen Film über die Apokalypse des Michael Stifel zu drehen. Parallel dazu erleben die Zuschauer die Ereignisse im Lochau des Jahres 1533.

Die Schüler des Gymnasiums Jessen gehören der dortigen Theatergruppe an und sind im Vergleich zu den „Lochauern“ schon Profis. Aber auch hier findet sich viel Staunenswertes. So spielt der Annaburger Bürgermeister Klaus-Rüdiger Neubauer den großen Reformator Luther und der Lochauer Bürgermeister wird vom Annaburger Ortsbürgermeister Stefan Schmidt gespielt. Die etwa 20 Laiendarsteller proben fiebrig ihre Texte und freuen sich darauf, gemeinsam mit den zahlreichen anderen Akteuren das Publikum zu begeistern.

Sie können mit einem „letzten Mahl“ rechnen und sich schon vor Beginn in eine erwartungsvolle Stimmung versetzen lassen.  Wir wollen es uns nochmal richtig gut gehen lassen, man weiß ja nie wirklich, was geschieht …